Ausweichen in der Kurve
AUSWEICHEN IN DER KURVE:
Hierbei geht es um die Bewältigung einer Gefahr, die durch ein Hindernis in der Kurve oder aber durch eine Fehleinschätzung des Kurvenverlaufs entsteht. Das Ausweichen zum Kurveninneren, also die Verkleinerung des Kurvenradius, ist abhängig von der tatsächlich vorhandenen Schräglagenreserve und psychologisch schwieriger umzusetzen als die Vergrößerung des Radius durch Ausweichen zum Kurvenäußeren. Das Zurückkehren auf die ursprüngliche Kurvenlinie, welches bereits beim Ausweichen aus der Geradeausfahrt angesprochen wurde, wird in der Kurve zu absoluten Muß, es sei denn eine Flucht ins Gelände ist möglich – und das ist in der Realität leider eher selten.
Und da Schräglage vergrößern schwieriger ist als Schräglage verkleinern (Aufrichten des Motorrads) tauchen die genannten erst recht nach dem eigentlichen Ausweichen auf. Das „Wiederreinkommen“, das „Auf der Straße bleiben“ ist das Problem.
Die Kurveninnere Hand bestimmt per Druck sowieso den Kurvenradius. Mehr Druck am inneren Lenkerende bedeutet also mehr Schräglage (kleinerer Radius).
Druck am Lenkerende außen: Maschine richtet sich auf, also weniger Schräglage (größerer Radius).
Denn da wo es hingehen soll, drückt man dagegen.
Folgendes Handlungsmuster trainiert Ihr beim Sicherheitstraining und solltet Ihr mental trainieren:
-Kupplung ziehen – schnell (immer in der Gefahrsituation)
-In Ausweichrichtung schauen (der Blick führt die Bewegung)
-Dahin Lenker und Maschine drücken (Lenkimpuls und Kurvenstil „Drücken“)
-Auf die ursprüngliche Fahrlinie zurückkehren.
Es wird erst wieder sanft eingekuppelt, wenn das Motorrad wieder auf dem ursprünglichen Kurs ist.
Übrigens:Während dem Ausweichen ist ein Bremsen „verboten“: Ent- oder weder oder schmerzhaft!

