Bremsen
„Verliere die Angst aber nie den Respekt“!
Für das optimale Bremsen gibt es leider kein allgemeingültiges Handlungsmuster, welches exakt für jeden Motorradfahrer , jedes Motorrad und für jede Situation gleichermaßen gilt.
Es gibt aber ein gemeingültiges Rezept für jeden Fahrer in jeder Situation: Man sollte alles dafür tun, um eine Gefahrbremsung von vornherein zu vermeiden, also so vorausschauend und vorausplanend fahren, eine Gefahr so rechtzeitig erkennen oder erahnen, daß ein Notmanöver erst gar nicht erforderlich wird.
Und trotzdem sollte es trainiert werden, für den Fall der Fälle oder wenn es am Quäntchen Glück fehlt und überhaupt sind eigene oder von anderen begangenen Fehler schließlich menschlich, oder?
Vor allem aber sind Bremsübungen durchaus förderlich für eine gute Beziehung des Fahrer – Maschine – Teams. Denn wem genügt es nur zu wissen, wie sich das Motorrad beim Beschleunigen, Kurvenfahren oder auch im Schneckentempo verhält und anfühlt? Das langsame Herantasten an die größtmögliche Verzögerung gibt einem durchaus auch ein gutes Gefühl der Sicherheit und das damit verbundene Wohlfühlen braucht man bekanntlich für´s lockere Unterwegssein mit seinem Bike.
Beim Sicherheitstraining geht es zunächst um Einzelradbremsungen, um jede einzelne Bremse erst einmal für sich kennenzulernen, damit man sich vorerst nur auf einen Teil des kompletten Bewegungsablaufs konzentrieren muß. Zudem sollte/kann die jeweilige Bremse ganz bewußt überbremst werden, also bis zum Blockieren des jeweiligen Rads, um die Rückmeldung zu erhalten, wie sich eine Radblockade ankündigt und wie groß die Betätigungskräfte bis zum kritischen Bereich maximal sein dürfen.
Weiterhin erfährt man, daß ein blockiertes Rad nicht zwangsläufig zum Sturz führen muß, die Fahrstabilität zum Teil jedoch gefährlich beeinträchtigt wird.
