Der Bewegungsablauf
Bei der dosierten Vorderradbremsung ist wichtig, daß der sogenannte Leerweg des Bremshebels (also die ersten paar Millimeter Hebelweg, ohne daß eine Bremswirkung einsetzt) schnell überwunden wird. Also schnell rann bis zum Druckpunkt (Bremswirkung baut sich auf) „BREM-“
Dann ganz kurz (eigentlich nicht nachvollziehbar kurz) gewartet werden, bis sich nämlich die dynamische Radlastverschiebung vollzogen hat. Anschließend wird möglichst viel Bremsdruck eingesteuert, also möglichst nahe an die Blockiergrenze gegangen, aber nicht darüber hinaus- sonst LÖSEN (kostet Bremsweg, vermeidet Sturz). „ – S E N“.
Tip (zum Vorsagen und mental Trainieren):
B R E M –
Schnell bis zum Druckpunkt
S E N
Dosiert, möglichst viel, aber nur soviel, daß das Vorderrad eben nicht blockiert
Der benötigte Kraftaufwand, mit dem der Bremshebel gezogen werden muß ist abhängig von der Bremsanlage selbst, der Fahrbahnbeschaffenheit, der Reifen, der Gummimischung derselben, dem Luftdruck, der Temperatur…und kann daher nie genau definiert werden. – SPÜREN; FÜHLEN; HANDELN – denn Bremsen wird immer hochgradig bewußtseinspflichtig bleiben.
GEFAHRBREMSUNG:
Bei der Gefahrbremsung geht es darum, die Einzelradbremsungen miteinander zu verbinden.
Bei Geradeausfahrt, griffiger Fahrbahn und innerstädtischem Tempo gilt folgende Handlungsempfehlung:
Kupplung schnell
Hinten blockiert
Vorne dosiert
In anderen Fahrsituationen (wesentlich höhere Geschwindigkeit, Kurve…) kann auf die Seitenführung des Hinterrades nicht verzichtet werden. Wenn es im Verlauf einer solchen Bremsung zur Hinterradblockade kommt, sollte man in der Lage sein, die Hinterradbremse zu lösen, ohne daß die Vorderradbremse gleichzeitig mitgelöst wird und das erfordert viel vorheriges streßfreies Training.
Ein ABS ist gerade deshalb eine wünschenswerte Unterstützung.
