ABS
Die mit den heutigen ABS Generation erzielbaren Bremswege zu unterbieten ist selbst für den routinierten Motorradfahrer ohne ABS sehr schwer. Muß aus hoher Fahrgeschwindigkeit heraus oder auf nasser Fahrbahn gebremst werden, so geht auch ein geübter Motorradfahrer ohne ABS zu Beginn der Bremsung oft zu zögerlich zu Werke. Herrschen auf der Fahrbahn niedrige Reibwerte oder gar wechselnde Griffigkeit wird die Bremsung ohne ABS schnell zum Vabanque – Spiel zwischen Bremsweg verschenken und Sturz. Zudem stellt ABS durch die Verhinderung des Blockierens der Räder die Fahrstabilität sicher, was um so mehr an Bedeutung gewinnt, je ungünstiger die Fahrbahnbedingungen sind.
Und: Der Feind ist der Schreck!
Jeder noch so routinierte Fahrer neigt in einer Schrecksituation intuitiv zum Überbremsen. Das ABS ist wie eine Versicherung für solche Situationen, denn es verhindert einen Sturz durch Überbremsung und nutzt die mögliche Verzögerung optimal aus.
Für das Training:
Stellt das ABS Motorrad ein ideales Übungsgerät dar, denn wer ohne Sturzgefahr die Blockiergrenze überschreiten kann, dem gelingt ein optimales Bremstraining. Bei der neuen ABS Generation bemerkt der Fahrer nur mit größter Aufmerksamkeit den Regelbereich, wobei der einsetzende Regelvorgang immer eine gefahrlose Rückmeldung der Haftgrenze ist (daher auch zum „testen“ der Griffigkeit einer kritischen Fahrbahndecke geeignet). Für den ABS Fahrer gilt bei der Vollbremsung folgendes Handlungsmuster:
Blick:
Weit voraus
Sitz:
Knie fest am Tank, Arme fest, aber nicht durchgesteift, untere Rückenmuskulatur angespannt.
Bedienung:
Kupplung schnell ziehen, vorne und hinten voll bremsen.
