Der Integralhelm, der auch das Kinn umschließt, bietet uns den größten aktiven und passiven Schutz.
So schön auch nostalgische Jet- oder gar Halbschalenhelme aussehen mögen, verunfallen sollte man mit solch einem Exemplar nicht, denn Gesicht und Kinn werden laut Unfallforschung fast immer in Mitleidenschaft gezogen. Und das kriegt der beste Gesichtschirurg nicht mehr hin… .

Ausgeklügelte Belüftungssysteme sollten die Kaufentscheidung nicht immer beeinflussen, denn sie funktionieren hinter Motorrädern mit Verkleidungen kaum oder meist gar nicht. Eine wirklich funktionierende Belüftung ist allerdings nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit.
Lob verdienen Produzenten, die ihre Helme in der Serienausstattung mit einem sogenannten kratzfesten Antibeschlag-Visier ausstatten, das besser vor gefährlichem Streulicht und Beschlagen schützt. Exemplare um die 1300 Gramm sind durchaus akzeptabel, wobei das Erreichen der magischen Zahl von 1000 Gramm wünschenswert wäre.
Neben einer ausgiebigen Paßprobe ist die Probefahrt bei der Helmauswahl ein klares „Muß“. Nur unterwegs kann neben der Paßform und Geräuschkulisse auch die einhändige Bedienung des Visiers getestet werden.

LEDER ODER TEXTIL:
Eine schwierige Entscheidung, ich weiß, denn selten erlaubt`s der Geldbeutel, sich beides anzuschaffen. Vernünftiges Leder bietet zweifelsohne die bessere passive

Sicherheit, da Leder eine bessere Abriebfestigkeit besitzt, als Kunstfaser. Zudem sitzt eine Lederkombi in der Regel etwas strammer (sollte sie zumindest), so daß die Protektoren da bleiben, wo sie schützen sollen und nicht verrutschen. Vorgeformte Protektoren an Schultern, Ellenbogen, Wirbelsäule, Hüfte und Knie, sowie ausreichend dickes Leder (1,2mm bis 1,4 mm) sind wirksame Vorbeugemaßnahmen. Schließlich soll nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern auch vor Schleif- und Abriebfolgen geschützt werden und eine gewisse Aufpralldämpfung bestehen.
Bei der zweiteiligen Lederkombi ist ganz wichtig, daß man Hose und Jacke rundum durch einen stabilen Reißverschluß verbinden kann.
Immer wieder ist bei Stürzen zu beobachten, daß sich die Jacke ohne genügend Halt an der Hose nach oben schiebt und der blanke Rücken über den Asphalt „schreddert“. Diese gefährliche Effekt tritt übrigens genauso bei offenen Reißverschlüssen und zu weiten Arm- oder Beinabschlüssen ein.
Schon bei der ersten Berührung mit dem Asphalt schiebt sich das schützende Leder häufig nach oben und präsentiert blanke Haut.
Textilanzüge bieten einen hohen Tragekomfort, dh. sie sind in der Regel lässig geschnitten, haben ein herausnehmbares, wärmendes Innenfutter, eine wasserdichte Gore-Tex Membrane und viele Taschen für den nötigen Krimskrams. Und Protektoren haben sie auch, harte oder weiche, häufig auch zum rausnehmen, so daß die Klamotte häufig sogar auch noch waschmaschinentauglich wird.
Hmmmm, hört sich alles gut an, gell?

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