Begriffsaufklärung

Cordura:
Das ist eine sehr abrieb- und reißfeste Polyamid-Faser, die bei den meisten Fahreranzügen als Außenhaut verwendet wird.

Tactel:
Das ist dünner in seiner Art, durch seine enge Verwebung Wind und Wasserabweisend (Microfaser).

Keprotec:
Das ist eine Mischung aus Kevlar und Lycra:
Kevlar ist ein sehr zugstabiler Werkstoff (Fahrzeugteile im Rennsport, kugelsichere Westen..)

Um aus diesem Material Motorradanzüge herzustellen, muß das gummiähnliche Material Lycra in erheblicher Menge beigemischt werden . Gerade dieser Gummi kann bei einem Sturz durch die Abriebswärme schmelzen und dadurch irreparable Verletzungen hervorrufen. Keprotec muß mit einem Futterstoff verarbeitet werden, dementsprechend sind die Anzüge dick gepolstert.

Gore-Tex:

Das ist eine Klimamembrane, sie ist hauchdünn, feinporig und besteht aus Teflon.
Sie ist absolut wind- und wasserdicht. Nässe und.Wind werden vom Körper ferngehalten, die Atmungsaktivität erzeugt ein angenehm wohliges Kleinklima im Anzug.

Protektoren:

Die gibt es aus geschlossenzelligen, offenzelligen und harten Materialien.
Hartschalen sind aus dem Geländesport bekannt, sie können punktuell auftretende Kräfte (z.B. Sturz auf Stein) am besten auf eine größere Fläche verteilen, allerdings nur, wenn der Protektor optimal getroffen wird (meist leichte Erhöhung an der Vorderseite des Materials). Dämpfen kann die Hartschale selbst nicht, das übernimmt die Polsterung darunter. Bei einem Sturz auf der Straße kann die Hartschale ein schnelleres Durchscheuern des Obermaterials bewirken oder verrutschen, vor allem bei weit geschnittenen Fahreranzügen. Es ist auch schon vorgekommen, daß Hartschalen beim Sturz auf die Straße gebrochen sind, die dann entstehenden scharfen Kanten können sehr tiefe Fleischverletzungen hervorrufen.
Hartschalenprotektoren sind relativ günstig und temperaturunabhängig.
Den sicherlich geringsten Schutz bietet Schaumgummi. Dieses Material müsste etwa Matrazenstärke haben, um einigermaßen zu dämpfen. Bei einigen Kombis kommt dieses Material zum Einsatz, aber sicherlich nur deshalb, damit man sich beim Schrauben nicht die Knie verletzt. Schaumgummi behält seine schlechten Dämpfungseigenschaften natürlich über den gesamten Temperaturbereich.
Auch beim geschlossenzelligen Polyethylen(PE) oder Polyurethan(PU) ist das Dämpfungsvermögen nicht gerade herausragend. Entscheidend für die Dämpfung ist das Raumgewicht der Schäume, also je schwerer der Schaum bei gleichem Volumen, desto bessere Dämpfungswerte sind zu erwarten.

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