Offenzelliges PU besitzt ideale Eigenschaften, um als Protektor Aufprallenergie möglichst effektiv zu vernichten. Auf geringen Druck reagiert dieses Material nachgiebig, verhärtet sich aber bei zunehmender Schlagstärke. Ursache hierfür ist die eingeschlossene Luft, die nicht so schnell entweichen kann. Je mehr Energie auftritt, um so mehr absorbiert das Material, allerdings nicht unendlich, sondern abhängig vom Raumgewicht und der Materialstärke. Allerdings auch von den Außenbedingungen, denn es reagiert stark auf Temperaturschwankungen und auf Feuchtigkeit. Der vielgepriesene Temperfoam, bei Wärme verliert er an Dämpfungsfähigkeit, bei Kälte bricht er und bei Feuchtigkeit zerbröselt der Schaum. Deshalb muß Temperfoam unbedingt in eine Folie eingeschweißt werden.
Suprotec verliert bei starker Wärme auch Dämpfungseigenschaften, aber bei weitem geringer als alle anderen Schäume. Bei Kälte bleibt es relativ elastisch und selbst ein Vollbad übersteht der Schaum problemlos. Allerdings sollte Suprotec mindestens 15 Millimeter stark sein. Bei vielen Textilanzügen geht man hier Kompromisse ein oder man kombiniert Suprotec mit PE , um eine Formgebung zu erreichen und dadurch auch eine Dämpfungserhöhung herbeizuführen. Suprotec schützt an allen Stellen gleich gut und kann in jeder erdenklichen Form erstellt werden.
SCHUHE:
Wer die Prozentzahlen der Unfallmedizin in

puncto Fußverletzungen kennt, der wird stets zu Stiefeln aus mind. 1,5 – 2mm dickem Leder mit einer stabilen und lösungsmittelbeständigen Sohle greifen, die einen Absatz gegen das Abrutschen von den Rasten haben. Knöchel- beziehungsweise Schienbeinprotektoren und eine Schaftlänge von mindestens 30 Zentimetern gehören zum Standard.
Eine Leder- oder Kunststoffverstärkung am Schaltpunkt des Oberfußes ist für die Sicherheit unerheblich, verhindert jedoch vorzeitigen Verschleiß. Sinnvoll ist eine ausreichend große Abdeckung des Reißverschlusses mit Klettverschluß, damit kein Spritzwasser eindringen kann.

HANDSCHUHE:
Bei über 86 Prozent aller Unfälle werden die Hände in Mitleidenschaft gezogen, da sich jeder schon beim kleinsten Ausrutscher reflexartig mit den Händen abzustützen versucht. Wer einmal erfahren hat, wie schmerzhaft Schürfwunden sind oder wie langwierig die Heilung von Gelenk- und Knöchelverletzungen ist, wird keinesfalls mehr auf Handschuhe verzichten.
Beim Einkauf solltet Ihr auf schlagabsorbierende Weichprotektoren über den Handknöcheln und entlang der Fingerknochen achten. Zwischen Daumen und Zeigefinger sollte eine doppelte Lage Leder angebracht sein. Wer sich für Nietenbesatz und unterlegtem Kevlar-Einsatz am Handballen entscheidet, sollte unbedingt nachschauen, ob die Nieten auf der Innenseite nur umgebördelt sind oder richtigerweise über ein echtes Gegenstück verfügen.

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