Spaß an der Sache
Nun, ich hatte einmal eine Teilnehmerin beim Sicherheitstraining, ich glaube es ist etwa 3 Jahre her, die mir morgens offenbarte, daß sie keinerlei Spaß mehr beim Motorradfahren hätte. Sie wollte das Training dafür benutzen, sich selber darüber klar zu werden, ob sie die Kiste verkauft oder weiter fährt. Sie war etwa Ende dreißig und ziemlich hilflos, was ihre Entscheidung bezüglich des Motorrads anbelangte. Ich war ihr dankbar, denn dieser Hilferuf stellte sicher, daß ich mit ihr besonders behutsam umging. Ihr müßt wissen, daß bei so einem Training in der Regel etwa 10 Biker zusammen trainieren, es ist also keine intensive Einzelbetreuung wie bei einer Fahrstunde möglich. Es läuft vielmehr so ab, daß Ablaufe, auch die fahrphysikalischen Zusammenhänge miteinander besprochen , dann erfahren und von mir, wenn nötig, korrigiert werden. So hat jeder auch immer wieder die Möglichkeit für sich selbst etwas auszuprobieren und sich anschließend darüber auszutauschen oder korrigiert zu werden, wenn dies nötig erscheint.
Und Maria hatte Angst. Sie kämpfte mit ihrem Motorrad. Sie versuchte es selbst beim Fahren festzuhalten, so daß bestimmt das „Weiße“ der Handknöchel unterm Handschuh zu sehen gewesen wäre. Maria war völlig verkrampft, klagte sogar über gelegentliches Taubheitsgefühl der Finger in vergangener Zeit.

