Fernglasblick

Schaut man auch beim ganz langsamen fahren (Schneckentempo) weit voraus – so getaufter Fernglasblick –zu einem markanten Punkt (Baum, Zaun…), sind Arme und Hände ruhiger und machen somit weniger unnötige Gegenlenkmanöver. Der Gleichgewichtssinn ist „geschärft“, der Popometer entspannter und dadurch sensibler für die tatsächliche Bewegungen des Motorrades.

Und: Wenn man weit vorausschaut, nimmt man Schlaglöcher, Steine o.ä. ebenfalls wahr – nur eben früher!

Also:
Blick weit voraus – „Fernglasblick“

Die richtige Blickführung ist ebenso Grundvoraussetzung für gleichmäßiges Kurvenfahren. Wer sich dabei ertappt, daß die Kurvenlinie etwas eirig oder kartoffelig wirkt, sollte zu aller erst seine Blickführung kontrollieren. Beim Heranfahren an die Kurve ist durch weites Vorausschauen (also Hineinschauen in die Kurve) eine möglichst frühe Einschätzung des Kurvenverlaufs anzustreben, um das Tempo vor der Kurve entsprechend regulieren zu können. Der Blick pendelt vom Motorrad aus weit voraus tief in die Kurve und sucht möglichst früh das Kurvenende. Diese Wahrnehmungstechnik, die Trennung von Fahrt- und Blickrichtung, ist Grundvoraussetzung für das Gelingen der Kurvenfahrt (die übrigens auch ganz langsam sein kann, so z.B. beim Wenden oder „Spitzkehrenfahren“).

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