Üben?
Etwa Vollbremsungen auch aus höheren Geschwindigkeiten, absichtliches Überbremsen und damit blockieren hinten, kurzes Anreißen der Vorderradbremse bis zum Blockieren, Bremsen in der Kurve, ungewohnte Schräglagen auf der Kreisbahn bis zum Aufsetzen, Ausweichen um Hindernisse mit und ohne vorheriges Bremsen.
Werden diese Übungen unter sachkundiger Anleitung durchgeführt, dann ist das objektive Risiko minimal. Das erlebte Risiko dagegen ist zunächst hoch, baut sich jedoch bei Wiederholung relativ rasch ab: Die Situation verliert ihre Bedrohlichkeit.
Allerdings gibt es Situationen, die viel zu gefährlich sind, als daß man sich durch absichtliches Herbeiführen mit ihnen vertraut machen könnte. Aber selbst bei diesen gibt es eine reelle Chance, unsere Ausgangslage zu verbessern. Wir können uns im mentalen Training durch intensives Vorstellen in möglichst entspanntem Zustand immer wieder mit einer solch schreckauslösenden Situation konfrontieren und den richtigen Handlungsablauf mental einüben.
Das ist die große Möglichkeit des mentalen Trainings. Mit dem mentalen Training muß man nicht wie beim realen Training innehalten, weil das Trainieren zu gefährlich würde. Man denke an so haarige Situationen wie zum Beispiel Öl oder Splitt in einer Kurve mit Gegenverkehr. Da heißt die mental trainierbare Reaktion wieder: Legen, legen, legen, selbst wenn dabei die Haftgrenze überschritten wird, aber keinesfalls den Kurvenradius vergrößern.
